Mittwoch, 10. September 2008

Zum Abendessen bei Jey

Jey ist der Techniker von Motech, der dort für unsere Maschinen verantwortlich ist. Am Anfang meiner Zeit hatte ich einen ziemlichen Kampf mit ihm, bis er mich akzeptiert hat., zumal er sich anfangs mit unseren Maschinen besser ausgekannt hat als ich. Seither verstehe ich mich wirklich gut mit ihm und er macht wirklich viel um uns und mir die Arbeit bei Motech zu erleichtern.

Er hat mich sogar schon zum zweiten Mal bei sich zum Essen eingeladen, wo seine Frau dann für uns gekocht hat. Ich bin auch der einzige Manz-Mitarbeiter, den er jemals eingeladen hat :-)
Das Essen war wirklicht gut. Jeder bekommt eine Schälchen Reis und die Speisen werden in Schalen einfach in die Mitte des Tisches gestellt, aus denen sich dann jeder direkt mit seinen Stäbchen nimmt, wie es in Taiwan allgemein üblich ist.
Danach habe wir in Tainan noch ein Saxophon Konzert angeschaut. Das wäre gar nicht so schlecht gewesen, wenn sie nicht als Begleitung ein Keyboarddrumset laufen lassen hätten.


Jey mit Familie beim Abendessen


Und ich mit Jeys Familie bei Abendessen

Music&Fun im Park in Tainan

Am Sonntag den 24. August habe ich dann in Tainan wieder die Thailänder getroffen und bin mit ihnen den ganzen Nachmittag zusammengesessen, haben Musik gemacht und ein, zwei Bier getrunken. Das ganze war wieder ziemlich lustig, zumal der Einzige, der wenigstens ein bisschen englisch konnte, heute nicht da war. Aber wir haben uns trotzdem prima verstanden.


Gemütliches zusammensitzen im Park


Gemeinsam Musik machen ...

... Bier trinken ...

... und im Anschluss noch gemeinsam Abendessen.

Drei Ausländer in Taiwan

Eindrücke aus Taiwan

Ich habe hier einfach mal ein paar Eindrücke, wie man sie hier jeden Tag hat photografiert um euch ein bisschen zu Zeigen, was ich hier so alltäglich erlebe.




Das ist ein kleines "Restaurant", wie es sie überall in Taiwan gibt und wo man sehr günstig sehr gut essen kann, wenn man nicht zu sehr empfindlich ist.



So sieht's innen aus. Eine Blechhütte mit ein paar Tischen drin, die gleichzeitig noch als Lagerplatz dient. Durch das Fenster sieht man die Küche, welche zur Straße hin offen ist.

Das gibt es dann als Abendessen. Frisch gebratenen Reis mit Rindfleisch und Gemüse, dazu noch eine Suppe. Ziemlich lecker und kostet nur 1,30€


So sieht ein typischer Lunchbox Laden aus. Eigentlich mehr ne Garage mit Stand davor. In der "Garage" bekommt man dann für einen Euro drei Sorten Gemüse, ein Stück Fleisch (z.B. Hähnchenschlegel), Suppe und Tee soviel man will und natüchlich eine Portion Reis



So sieht hier in Taiwan ein Betrieb aus, in dem Präzisionsteile gefertigt werden. Ziemlich durcheinander, heiß und dunkel.



Das passiert, wenn es einen Kurzschluss mit 300A an einer Sammelschiene gibt. Was Strom so alles anrichten kann. Dummerweise war an diesem Tag ein Testlauf mit unserer Maschine angesetzt. Ohne Strom war das ein kleines Problem. Also bin ich in der Fab herumgelaufen und hab Photos für meinen Bericht gemacht.



Un zuletzt noch ich in meiner Arbeitskleidung im Reinraum vor einer Manz-Maschine

Sonntag, 7. September 2008

Lotos und Chiayi

Am Samstag den 16. August hat mich meine Kollegin Pony mit ihrem Freund abgeholt, um mir die berühmten Lotosfelder bei Chiayi zu zeigen.
Lotos schreibt man übrigens wirklich so. Es gibt zwar auch Lotus, das ist auch eine Blume, wenn auch eine ziemlich hässliche. Da hat sich der gleichnahmige Autohersteller wohl nach dem falschen Gewächs benannt :-)

Leider hatten wir mit dem Lotos ein wenig Pech, da einige Tage vorher ein Taifun über die Insel gezogen ist und so ziemlich alle Lotosblüten zerstört hat. Einige wenige gab es dennoch und den Lotoseffekt auf den Blättern musste ich natürlich auch gleich ausprobieren. Echt faszinierend, was die Natur alles so bewerkstelligt.



Lotosfeld mit einigen wenigen Blüten

Neben den Feldern werden dann allerlei Produkte rund um den Lotos verkauft. Sehr schmackhaft sind die Wurzeln der Pflanze, welche wie eine Mischung zwischen Mango und Passionsfrucht schmecken. Denkt man gar nicht von den Dingern, die eigentlich ,frisch aus dem Boden, eher aussehen wie Kartoffeln. Außerdem kann man die Kerne, die in den Blüten entstehen Essen, welche ein wenig nach Erdnüssen schmecken. Die ganzen Speisen sollen auch, wie übrigens so ziemlich alles in Taiwan, gut für die Manneskraft sein. Na da bin ich mal gespannt :-)

Danach ging es noch zu einem Lotospark, wo leider auch fast keine Blüten mehr vorhanden waren.

Reichlich Lotos aber keine Blüte

Auf dem Weg nach Chiayi überyuert man dann den 23,5 ten Breitengrad, welcher die tropische von der Subtropischen Klimazone trennt und welches der nördlichste Punkt ist, an dem die Sonne einmal im Jahr im Zenit steht. Kein Wunder, dass es in Tainan so viel heißer und schwüler ist, als in Hsinchu und sich immer alle Kollegen aus dem "Norden" über die Hitze beschweren, wenn sie in den Süden kommen

So sieht also ein Breitengrad aus


In Chiayi gab es dann wieder alle möglich taiwanesische Köstlichkeiten. In dem Laden, den man auf dem nächsten Bild sieht, wurden uns Hühnerfüße mit süß-saurer Sojasoße serviert. War gar nicht so schlecht, wie ich gedacht hätte, muss ich aber nicht unbedingt nachkochen.

Typisches Restaurant


Nachdem wir noch eine Weile über den Straßenmarkt geschlendert waren, ging es auch schon wieder heim nach Shanhua.

Markt in Chiayi

Am Abend habe ich dann noch die Früchte probiert, die wir mittags am Straßenrand frisch gekauft hatten. Die Dinger wachsen im Wasser und hängen unten an Schwimmpflanzen dran. Schmecken tun sie ähnlich wie Maronis, nur nicht so trocken, und sind glaube ich auch sehr nahrhaft.


Dienstag, 2. September 2008

Indonesia Festival in Tainan

Am Sonntag den 17. August bin ich dann zum Einkaufen mit meinem Scooter nach Tainan gefahren. Am Parkplatz neben dem Park angekommen, stellte ich fest, dass an der Bühne im Park ein großes Fest im Gange war und jede Menge Leute mit den gleichen schwarzen T-Shirts (wie kann man nur bei der Hitze) rumliefen. Also bin ich einfach mal hingegangen und hatte kaum einen Fuß in den Park gesetzt, als schon die ersten (wie ich später feststellte Indonesinnen) herkamen und unbedingt ein Photo mit sich und mir darauf machen wollten. Das ging auch noch eine ganze Weile so weiter, bis ich bestimmt auf 25 Photos abgelichtet war. Übrigens auch einige Male mit Männern ;-) Ein bisschen kommt man sich da schon vor wie ein Zootier, ich hatte jedoch trotzdem viel Spass.



Indonesia Festival

Als ich dann durch den Park ging, um in die Stadt zum Einkaufen zu gehen, traf ich auf eine Gruppe Thailänder, die im Park beisammen saßen, zusammen bei etwas Bier Musik machten und mir gleich auch eins in die Hand drückten. Mit denen saß ich dann noch bis spät am Abend zusammen, machten Musik und wir versuchten uns mit Händen und Füßen, sowie den paar Brocken Englisch was sie konnten und dem bisschen chinesisch was ich konnte zu unterhalten, wobei alle viel Spass hatten.



Thailänder beim Musik machen


Auch ein hübsches Pärchen


Leider unscharf, aber mit mir drauf

Als es dann Zeit war, sich wieder auf den Heimweg zu machen, habe ich mich noch auf den großen Nachtmarkt in Tainan verfahren und dort dann zu Abend gegessen, was doch immer wieder ein Erlebnis ist, was es da alles gibt.




Nachtmarkt in Tainan

Leider hatte ich an dem Tag meine Kamera nicht dabei, daher sind die Bilder nur mit dem Handy aufgenommen und nicht so scharf. Ich denke, man bekommt jedoch trotzdem einen ganz guten Eindruck von allem.

Samstag, 30. August 2008

Abschiedsfeier in Hsinchu

Da Frank seine letzte Arbeitswoche hier in Taiwan hatte und wir den Freitag frei nehmen konnten, ging’s dann noch ein Mal nach Hsinchu um seinen Abschied zu feiern und noch ein letztes Mal gemeinsam durch die Stadt zu ziehen.

Gemütlicher Abend am Pool


Auf dem nächsten Bild sieht man das Ergebnis unseres Versuches, mit dem chinesischen Likör frischen Lemonen, Cola und Eiswürfeln einen Longdrink zu mixen. Das Bild spricht wohl für sich selbst :-)

Ein unheimlich leckerer Longdrink

Am nächsten Tag gingen wir dann in Jhubei ein Mittagessen zu uns nehmen, in einem wirklich guten chinesischen Restaurant. Wir haben wiedermal einfach mehrere Sachen auf der Speisekarte getippt und uns überaschen lassen.



Danach gings dann in den Carrefour, der neben vielen chinesischen Produkten auch einige bekannte Importproduke verkauft. Da es sonst in ganz Taiwan kein Brot gibt, haben wir uns dort ein Baguette gegönnt und mit Freude festgestellt, dass es hier sogar französischen Käse gab. Als wir jedoch die Preise bemerkten, blieb es doch bei Baguette mit Butter. Fast 7€ für den Roquefort war doch ein bisschen übertrieben und Käse gibt es ja schließlich zu Hause wieder genug.

Teures Käseregal

Am Abend trafen wir uns dann mit ein paar chinesischen Freunden unten am Pool um Franks Abschied von Taiwan gebührend ausklingen zu lassen. Dabei haben wir ein lustiges Spiel entdeckt: Eiswürfel mit Stäbchen aus dem Wasser fischen. Ganz schön glitschig, die Dinger.

Eiswürfel fischen


So kann man das Leben genießen

Wir hatten dann wirklich noch einen lustigen Abend zusammen, wozu auch Angel und Jessica beigetragen haben, die noch sehr viel mehr Blödsinn im Kopf haben als wir :-)

Lustiger Abend

Abschiedsphoto

Am nächsten Tag ging es dann noch einmal in ein typisches Mittagessen-Restaurant, wo man sich für 100NT$ (2€) drei Sorten Gemüße, Reis und eine Fleischhauptspeise aussuchen darf.

Buffet

Mittwoch, 20. August 2008

Tainan und Strand

Da wir am Samstag den 2.8. arbeiten mussten, aber nicht genug Leute vor Ort waren kam Frank, der andere Student zu Unterstützung in den Süden. Nach einem weniger erfolgreichen Morgen, haben wir uns dann mit dem Auto von unserem Kollegen auf den Weg nach Tainan gemacht, da Frank auch einmal Taiwans älteste und ehemalige Hauptstadt sehen wollte. Auch wenn sich das nicht so wirklich lohnt ;-)
Da es doch ziemlich heiß und schwül war, haben wir im Stadtaprk Schutz vor der Sonne gesucht und den auch gefunden, sind jedoch trotzdem nur vom Rumsitzen schon ins Schwitzen gekommen.
Park in Tainan

Stege über den kleinen See im Park

Zusammengewachsene Bäume, die eigentlich nur aus Wurzel bestehen

Da es in Tainan nich so viel zu sehen gibt, kamen wir noch auf die Idee an den Strand zu fahren und den Sonenuntergang anzuschauen. Dummerweise geht das mit dem Sonnenuntergang hier in Taiwan ziemlich schnell und wir waren fünf Minuten zu spät dran.
Das Bild, das sich uns am Strand bot, war dennoch schön und wir haben dann noch ein warmes Bad und ein kaltes Taiwan Beer genossen.

Fünf Minuten nach Sonnenuntergang


So lässt sich das Leben genießen

In Ermangelung einer anderen Beschäftigung und weil Studenten immer nur Blödsinn im Kopf haben, haben wir dann angefangen am Strand im dunkeln Krabben zu jagen. Die Viecher sind ganz schön schnell und wir sind eine ganze Weile herumgerannt, bis wir eine eingekreist hatten. Dummerweise sieht man im Dunkel auch nicht, an welcher Seite der Krabbe die Scheren hängen, irgendwann hatten wir sie aber doch gepackt. Die hat ganz schöne Augen gemacht, dass sie von so zwei Europäern gefangen wurde:


Die Krabbe

Da wir vom vormittag und dem frühen Aufstehen doch noch geschafft waren, sind wir dann wieder Richtung Auto gelaufen. Dummerweise gereadewegs durch ein Rudel von mindestens 20 wilden Hunden, die uns ziemlich angebellt haben. Denen haben wir wohl den Schlaf versaut. In ziemlich großem Bogen und doch mit einem mulmigen Gefühl sind wir dann um das Rudel herumgelaufen und waren dann doch ganz froh, im Auto zu sein.